Baum des Jahres

Baum des Jahres

In jedem Jahr wird ein Baum besonders heraus gehoben und geehrt. Er wird zum Baum des Jahres ernannt und in eine ehrenvolle Liste aufgenommen der Silvius Wodarz Stiftung Menschen für Bäume.

Welcher war der Baum des Jahres 2010?

Viele wissen momentan noch keine Antwort auf diese Frage. Doch hier ist des Rätsels Lösung: es ist die Vogel-Kirsche. Dieser Obstbaum - mit lateinischem, offiziellem Namen Prunus avium L. - kann auch die Mutter unserer heute so beliebten Süßkirsche genannt werden. Denn genau von diesem Baum stammt die Frucht ab, die wir von Kindesbeinen an so gerne verspeisten und deren Kerne dann hoch durch die Gegend flogen.

Ihre Urform lieben die Vögel, daher auch ihr Name. Wir selbst würden die sauren Früchte als nicht besonders lecker empfinden, aber schätzen dafür die Blüten der Vogel-Kirsche und das wunderschöne Aussehen, welches uns dieser Baum im Wechsel der Jahreszeiten bieten kann.

Im Frühling ist dies natürlich ein prachtvolles weiß-rosa Blütenkleid, welches uns wahrlich verzaubert. Eine Million Blüten soll solch ein ausgewachsener Vogel-Kirschbaum haben - eine unglaubliche Anzahl. Aber so ist er weithin auch sichtbar. Besonders wenn er, wie meistens, auf exponierten Anhöhen in der Landschaft steht. Auch an Waldrändern mit genug Sonneneinstrahlung findet man Vogel-Kirschen besonders häufig.

In Japan gibt es ebenfalls Vogel-Kirschen. Und dort wird ihnen zu Ehren sogar in jedem Frühjahr das bekannte Kirschblütenfest gefeiert.

Im Sommer dann wurde der Baum durch die Bienen bestäubt und es wachsen die kleinen Kirschen heran, welche eben jener Festschmaus für Vögel sind. Diese scheiden die Kerne dann wieder aus und sorgen so für neue kleine Kirschbäumchen.

Im Herbst färbt sich die Vogel-Kirsche übrigens wunderbar rotgolden. Dieses Gewand bleibt auch lange erhalten und erfreut uns bis der Baum im Winter dann doch kahl wird. Und doch steckt Leben in der Vogel-Kirsche.

Wir können es auch selbst herbei führen. Denn der uralte Brauch der Barbarazweige sollte nicht vergessen werden. Man schneidet sie am 4. Dezember, stellt sie in Wasser an eine warme Stelle des Hauses. Und bis Heiligabend treiben sicherlich die wunderbaren kleinen weißen Blüten aus eben diesen Zweigen aus.

Weitere interessante Informationen zu den verschiedenen Bäumen des Jahres finden Sie schnell und einfach im Internet.